ČESKY | ENGLISH | FRANÇAIS
Österreichisches Gymnasium Prag

Österreichische Schulen
im Ausland

Neues Schuljahr 2010/2011 beginnt für die Studenten am 1.9.2010 um 9,00 Uhr (bis 10,30)

Elternbrief für das
Schuljahr 2010/11
Download Elternbrief

Wiederholungsprüfungen
Herbst 2010
Termine_Wiederholungsprüfung


Öffnungszeiten
Sommerferien 2010

Sekretariat und Verwaltung:
von  1.7. bis  22.7.:
10:00 bis 13:00 Uhr

von  9.8. bis  26.8.:
10:00 bis 13:00 Uhr

Kassa:
von 7.7. bis   8.7..:
10:00 bis 13:00 Uhr

von 23.8. bis 26.8.:
10:00 bis 13:00 Uhr

Telefon:
226 806 301,  
226 806 303

 


Rakouské gymnázium v Praze, o.p.s.

U Uranie 14
Praha 7 - 170 00

tel./fax: +420 257 322 494
e-mail: info@oegp.cz


Maturaball 2009

Am 21. November fand der 16. Schulball statt. Der Abend, der mehrere Wochen Vorbereitung in Anspruch genommen hatte, verlief für uns Maturanten allerdings gar zu schnell.
«Was? Es ist schon Mitternacht?», wunderten sich die meisten. Möge der Maturaball doch in unserer Erinnerung weiterleben!

Ohne Geld kommt man nicht weiter

Um die richtige Chronologie der Ballvorbereitungen einzuhalten, muss man unbedingt mit dem Auftreiben des notwendigen Geldkapitals beginnen. Die ersten Briefe an die möglichen Sponsoren wurden schon am Ende des vorherigen Schuljahres abgesandt, doch noch drei Monate später gab es Befürchtungen, dass unser Ball der ökonomischen Krise zu Opfer fallen würde. Am Schluss war dies keineswegs der Fall, weil sich eine feine Zusammenarbeit zwischen den Schülern und weiteren Schulbeteiligten ausbildete. Unsere Sponsoren erwiesen sich tatsächlich als sehr freigebig und wir wollen uns hiermit auch bei ihnen bedanken.

Toll, ein anderer macht´s

Es liegt in der Natur eines Achtklasslers, sich von einer überwältigenden Aufgabe, wie für uns die Ballorganisation eine war, ins Staunen versetzen zu lassen. Gott sei dank war für uns die Teamarbeit kein böhmisches Dorf. Die Vorbereitungsaufgaben wurden aufgeteilt, sodass jeder Schüler der zwei Klassen noch vor der eigentlichen Matura die Chance bekam, in einem eigenen Spezialgebiet tätig zu sein. Aufgrund dieser Methode haben wir eine leider allgemeinbekannte Tatsache feststellen können: Bei Teamarbeit kann man seine  Wunder erleben. Eines dieser Wunder war, dass man selbst nach einem fünfjährigen gemeinsamen Schulleben durch die gemeinsame Arbeit neue Qualitäten bei seinen Mitschülern entdecken konnte, die einem vorher nicht wirklich aufgefallen waren. Die meisten sind zuverlässig, organisatorisch begabt und manchmal über das notwendige Maß kreativ, so die Abschlussbilanz.
Es hieß, eine Einheit zu schaffen, ohne die individuellen und oft auch sehr ideenreichen Wünsche jedes Einzelnen zu ignorieren. Erstaunlicherweise mussten wir nur zweimal, nämlich bei der Schärpenabstimmung und bei der Mitternachtseinlage, gegen diesen Vorsatz verstoβen, in allen anderen Fällen waren wir uns natürlich einig gewesen.

Und der Ball ist gerollt ...

Die Gäste des Schulballes des Österreichischen Gymnasiums in Prag haben den einzigartigen Vorteil, sich alle Reden gleich zweimal anhören zu dürfen. Für die jeweiligen Übersetzungen sowie für die charmante Begleitung durch den Abend waren Katka Opalecká und Tobias Lorenz zuständig. Ihnen gehört unser Dank. David Plevka und Anna Pézlová haben den Eröffnungstanz geleitet, nachdem es ihnen gelungen ist, die Polonaise, deren Choreographie direkt aus Wien importiert worden war, den begeisterten Tänzern beizubringen. Der gefürchtete Tanz der Maturanten mit den Professoren wurde gleich danach gereiht, denn die Maturanten waren da noch in Schwung. Später haben Karolína Kolářová und Michael Valkovič in Namen beider Klassen eine Dankrede gehalten, leider mussten sie sich kurz fassen, obwohl sie noch viel mehr zu sagen gehabt hätten. Der Maturaball näherte sich seinem Höhepunkt, als die neue und jüngste Klasse unserer Schule feierlich immatrikuliert wurde. Für einen kleinen Augenblick haben manche Maturanten Lust gehabt, sich unter die Rim I. zu mischen, als sie aber aus diesem Traum erwachten, standen sie schon im Spalier in Erwartung der Schärpenübergabe. Von Frau Benischek, Frau Mark und Herrn Schachner einzeln empfangen, gingen wir mit einer umgehängten Schärpe und einer roten Rose in der Hand entlang eines roten Teppichs auf die gegenüberliegende Seite, wo ein Kameravisier auf uns zielte. Die jubelnden Mitschüler rundherum und der rote Teppich riefen bei vielen eine Art Fieber hervor, das aber nichts mit der Schweinegrippe zu tun hatte, was Miloš nicht glauben wollte. Es folgte ein Tanz mit den Eltern. Eine halbe Stunde vor Mitternacht schloss die Verlosung der Tombola-Preise an, kurz vor ein Uhr versammelten sich dann die übriggebliebenen Tanzpaare zu einem Abschlusswalzer, mit dem sich die Musikgruppe Pražský taneční orchestr Jindry Váchy verabschiedete.
Als besondere Überraschung galt die Tanzaufführung eines Mädchens aus Thailand, die nicht nur den Gästen einen exotischen Anblick inmitten des Saals Národního domu na Vinohradech bot, sondern auch den Maturanten die Sorgen um das Mitternachtsprogramm abnahm.
Während des Abends ereignete sich auch die historisch bedeutende erste Versteigerung in der Geschichte der Maturabälle unserer Schule. Es wurde eine Sonnenuhr versteigert, die in der Astronomiegruppe unter der Leitung von Herrn Kellner angefertigt worden war.

Für die Objektivität dieses Berichtes kann ich nicht bürgen, weitere Informationen und Eindrücke sind bei den restlichen 37 Maturanten der 8.A und 8.B erhältlich.

Eva Urbanová (8b, 2009/10)