Mit den SchülerInnen des Faches Bildende Kunst (4.A und 4.B) besuchten wir mit dem Zug das Bildhauerstudio Bubec (Praha 5 – Řeporyje). Das Kommunezentrum, Kunststudio und nahegelegener Bildhauergarten wurden im Jahre 2000 gegründet. Einer der Initiatoren war akademischer Bildhauer Čestmír Suška, in dessen umfangreichen Bildhauerdeposit dieses Worksphop stattfand.

Die Skulpturen aus verschiedenen Rohstoffen konnte man aber ganz anders als sonst erleben – man betrachtete diese nicht mit den Augen, sondern mit dem Tast- und Hörsinn. Die SchülerInnen besichtigten diese zu zweit, einige mit verbundenen Augen und andere als deren Begleiter. Die Aufgabe der Begleiter war es verantwortungsvoll die Mitschülerin oder den Mitschüler blind durch den Atelier je nach den Beschreibungen, die bei jeder Skulptur angeführt wurden, zu führen. Einige Skulpturen waren nämlich nur zum Hören, andere zum Tasten oder zum Kriechen bestimmt.

Als interessant ergaben sich gemeinsames Diskutieren und Äußerungen individueller Erlebnisse, die ohne visuelle Wahrnehmung, also auf eine andere Art und Weise erfolgten, worauf man nicht gewōhnt war.

Wir hatten zugleich auch die Möglichkeit den Bildhauer Čestmír Suška zu treffen. Er beantwortete eine Menge unserer Fragen. Am Ende bestiegen wir den Aussichtsturm im nahen Bildhauergarten. Zwischen den Wolken an diesem regnerischen Tag begann die Sonne auf uns zu schauen.

© MgA. Alena Kotzmannová, PhD., 20. 5. 2019